Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Schwarzwurzeln angepflanzt. Im Februar (!) hat Thomas sie gesät und nun werden sie – 10 Monate später – geerntet. Ich finde, man sieht den schwarzen, langen Wurzeln an, dass sie so lange im Boden waren…
Ich hatte im Voraus ein bisschen Respekt vor diesem knorrigen Gemüse, weil ich mit grossem Rüst- und Putzaufwand rechnete. Nun bin ich aber auf eine recht einfache Möglichkeit gestossen, die Schwarzwurzeln ohne grossen Aufwand zu rüsten. Dafür werden sie gewaschen und mit Schale ungefähr 15-20 Minuten in Wasser gekocht. Danach lässt sich die schwarze Schale gut abreiben (evtl. unter fliessendem Wasser). Die gekochten Schwarzwurzeln können danach weiter verwendet werden: anbraten, in einen Gratin verwandeln, einer Sauce beifügen, als „Winterspargel“ oder Salat servieren…
Für die aufwändigere Variante werden die Schwarzwurzeln vor dem Kochen geschält: Der Saft, der beim Schälen austritt, verfärbt Hände und Wurzeln, deshalb unbedingt Handschuhe tragen und eine Schüssel mit Wasser und Essig oder Zitronensaft bereit stellen, damit die geschälten Wurzeln gleich eingelegt werden können. Danach werden die Schwarzwurzeln in einem Sud aus – je nach Rezept – Wasser, Essig, Zitronensaft, Milch oder Mehl gekocht und danach weiterverarbeitet.
Schwarzwurzel-Linsen-Salat
200g Schwarzwurzeln, gekocht und geschält
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
100g rote Linsen, gekocht
1 Bund Petersilie, klein geschnitten
1 Handvoll Haselnüsse, geröstet
2 EL Walnussöl (oder Haselnussöl, wenn vorhanden)
2 EL Weisser Aceto
Salz und Pfeffer
Die Schwarzwurzeln in Scheiben schneiden. Knoblauch in Olivenöl andünsten, die Schwarzwurzeln hinzufügen und ein wenig anbraten. Mit den Linsen, Petersilie und Haselnüssen, sowie der aus Walnussöl, Essig, Salz und Pfeffer hergestellten Sauce mischen. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren. Die Reste des Salats habe ich am nächsten Tag mit einem klein geschnittenen Apfel vermischt – schmeckt auch lecker!
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Martina
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